PJ-Tertial Innere Medizin in Starnberg – Sehr empfehlenswert!
✅ Arbeitsklima & Betreuung
Die Stimmung im Haus war durchweg hervorragend. Vom Assistenzarzt bis zum Chefarzt waren alle extrem nett, was eine sehr angenehme Lernatmosphäre geschaffen hat. Wer Interesse hatte, konnte viel lernen und wurde mitgenommen. Gleichzeitig war es aber auch völlig in Ordnung, wenn man weniger intrinsisches Interesse an der Inneren Medizin hatte.
📚 Lehre & Weiterbildung
Einmal pro Woche gab es PJ-Unterricht, der mal regelmäßiger, mal unregelmäßiger stattfand. Auf Station hing die Lehre stark davon ab, welcher Arzt da war – einige nahmen sich viel Zeit, andere weniger. Fragen wurden aber immer beantwortet, und auch die Oberärzte waren ansprechbar.
🩺 Aufgaben & Tätigkeiten
Morgens bestanden die Hauptaufgaben aus Blutentnahmen und Viggos legen, erst auf der eigenen Station, später auch auf anderen. Nach dem Mittagessen wurden Arztbriefe geschrieben oder Funktionsbereiche besucht. Je nach Station konnte man auch eigene Patienten betreuen. Besonders in der Notaufnahme durfte man selbst Patienten aufnehmen und mit den Oberärzten besprechen.
Gelegentlich gab es Pleurapunktionen oder ZVK-Anlagen auf Station, bei denen man mitmachen oder unter Anleitung selbst tätig werden konnte – je nachdem, welcher Arzt vor Ort war. Eine Studentin wurde in die elektive Aufnahme gezogen, was noch nicht optimal organisiert war, aber mit klarer Kommunikation sicher in Zukunft verbessert werden kann.
⚖️ Work-Life-Balance
Sehr angenehm! Arbeitsbeginn war um 8 Uhr, je nach Station konnte man zwischen 14 und 16:30 Uhr gehen. Die 15 Studientage konnte man flexibel nehmen – ich habe mir z. B. gegen Ende des Tertials eine 4-Tage-Woche gegönnt und die letzte Woche komplett frei genommen. Das war problemlos möglich.
💰 Vergütung & Benefits
Gehalt gibt es keines, aber dafür ein kostenloses, extrem leckeres Mittagessen – die Klinik hat tatsächlich noch einen eigenen Koch! Zum Mittagessen schafft man es immer, da auch die Ärzte darauf achten, dass man mitkommt. Wer danach noch einen Kaffee trinkt und etwas länger sitzen bleibt, wird auch nicht schief angeschaut. 😉
🏠 Unterkunft
Es gibt theoretisch die Möglichkeit, einen Wohnheimsplatz im Wohnheim direkt neben der Klinik zu organisieren. Ich habe selbst nicht dort gewohnt und kann daher nichts zu den Kosten oder dem benötigten Vorlauf sagen, aber es lohnt sich, frühzeitig nachzufragen.
🔄 Rotationen
Anfangs konnten wir unsere Rotationen selbst einteilen, was super war. Als mehr PJler kamen, wurde die Planung schwieriger – eine feste Einteilung hätte hier vielleicht geholfen. Trotzdem war es letztlich für alle machbar. Ich konnte z. B. zwei Wochen in die Notaufnahme und eine Woche auf die Intensivstation.
🎯 Fazit
Ein tolles Tertial mit super Arbeitsklima, nettem Team und guter Work-Life-Balance. Besonders die angenehme Stimmung hat für mich den größten Unterschied gemacht. Absolute Empfehlung!