Das PJ Tertial ist genau richtig für jeden der nicht/ oder nur eventuell ein chirurgisches Fach machen möchte (1), der Lust hat auf flexibles Einteilen von Arbeitstagen (2) und bereit ist Eigeninitiative zu zeigen um etwas zu lernen (3).
Näheres zu den oben genannten Punkten:
1) Theoretisch werden im OP nur zwei PJler / Tag gebraucht. Ingesamt sind ca 8 PJler auf den unterschiedlichen chirurgischen Abteilungen eingeteilt (Viszeralchirurgie Station und OP, Unfallchirurgie Station und OP, Notaufnahme, Reha, Ambulanz). Diese zwei PJler können in den OP, werden aber auch nicht bei jeder OP gebraucht. Das heißt, wenn man den OP meiden möchte - ist man selten eingeteilt und kann selbst die Dienste mit Chirurgie-Interessierten-PJlern tauschen. Andersherum, wenn man OP interessiert ist und etwas lernen möchte, kann man gut assistieren, und bei Eigeninitiative auch bohren, nähen etc - also, viel lernen. Für die, die Chirurgie sicherlich machen möchten vllt trotzdem nicht ideal, da man wenig im OP eingeteilt ist.
2) Eva Heilgeist ist für die PJler zuständig und ist super entspannt und großzügig mit Verschiebung/ Tausch von Arbeitstagen. Am ersten PJ Tag kann man ganz klar sagen, da möchte/kann ich nicht arbeiten etc und sie findet eine Lösung. Also sehr fair! Ausserdem, was wirklich genial ist, man bekommt 5 Tage frei nachdem man am Wochenende zwei Tage von 8-18 Uhr arbeitet. Wenn man 3 Nächte/ Woche Nachtdienst macht, wird man auch kompensiert (weiß nicht mit wie vielen Tagen). Und wenn es genug PJler gibt und sich nicht alle um solche Dienste kloppen, kann man diese Dienste auch mehrmals machen.
3) Weil während Corona viel zu viele Münchener Medizinstudenten auf den chirurgischen Abteilung eingeteilt waren (>30, bei ca 10 Ärzten die pro Schicht da sind) und weil Schwabing bekannt ist für Leute die keine Lust auf Chirurgie haben - haben die Aerzte nicht größte Lust auf Studenten - zumindest auf den ersten Blick, das hat sich nach 2 Wochen gutem Mitarbeiten bei mir und anderen PJlern gelegt. Also nicht einschüchtern lassen, wenn man sich am Anfang nicht besonders wohl und willkommen fühlt. Die haben einfach keine Lust auf Studenten die nichts machen und früh gehen wollen.
Sobald man auf Station oder im OP Eigeninitiative zeigt oder Fragen stellt, freuen sich die Ärzte sehr und erklären gerne/ vertrauen einem dann mehr an!
Ah und bzgl Teaching - das eher wenig. Es gibt zwar einen Nahtkurs und theoretisch jede Woche Seminare, davon habe ich in meinen 2 Monaten nur zwei mitbekommen!
Was Spaß macht ist Patienten dem Chefarzt auf Station wöchentlich eigenständig vorzustellen - da muss man sich gut einlesen und versteht automatisch mehr!
Unbedingt auf die Notaufnahme rotieren, da darf man am meisten eigenständig machen!
Sonst ist das PJ auch prima um Vigos/BEs/Verbandswechsel zu lernen!
Bewerbung
Entspannt übers PJ Portal. Für nicht Münchener schwerer ein Platz zu bekommen, da relativ beliebt.