Ich hatte einen super Einstieg in mein PJ (1.Tertial) durch die KEM.
Vor dem PJ erhält man eine E-Mail von der PJ-Beauftragten bzgl. Rotationswünsche. Die KEM bietet folgende internistische Rotationen an 3 Standorten an:
Huyssenstift: Allg. Innere / Gastroenterologie und Diabetologie, Onkologie, ZNA
Werden: Hämatologie, Rheumatologie, Kardiologie
Steele: Geriatrie, Pneumologie, Naturheilkunde
Man macht dabei zwei große Rotationen von jeweils 8 Wochen und bei Interesse und unter Absprache besteht die Möglichkeit auch andere Bereiche für paar Tage zu hospitieren.
Am ersten Tag des PJs wird man entsprechend der Wünsche aufgeteilt. Für mich ging es zuerst in die Allg. Innere und im Verlauf wechselte ich in die Geriatrie.
Das wichtigste zuerst: Die KEM hat auf den meisten Stationen (Ausnahme, z.B. Naturheilkunde) einen Blutentnahmedienst, d.h. außer bei Krankheitsfall oder Dringlichkeit muss man nicht wirklich Blut abnehmen oder Viggos setzen!!!!!!!!
Außerdem ist in den Häusern in denen ich war die Hierarchie relativ flach, die Arbeitsatmosphäre angenehm und es hat wirklich Spaß gemacht. Hört man ja nicht oft..
Allg. Innere:
Der Schwerpunkt liegt v.a. in der Gastroenterologie und Diabetologie, sodass man viele Patienten mit gastroenteralen Erkrankungen und Diabetes sieht. Man läuft viel mit, PJ halt. Wenn man gerade nichts zu tun hat, kann man sich in der Endoskopie ÖGDs, Kolos, ERCP, Knochenmarkspunktionen, Sonos etc. anschauen und ggf. assistieren. Wenn man den Assistenzärzten was gutes tun möchte, wäre es empfehlenswert den ein oder anderen Arztbericht anzulegen. So vergeht die Zeit schneller und die sind euch dankbar, da es schon häufig vorkommt, dass man länger im Büro sitzt und die Zeit still steht. Gleichzeitig ist das in Hinblick auf das M3/ eigene Ass.Zeit nicht verkehrt. I.d.R äußert sich die Dankbarkeit darin, dass man oft kurz nach der Mittagspause schon gehen durfte. Aufnahmen musste ich persönlich nicht viele machen, da die meisten erst im Laufe des nachmittags kamen und ich dann schon nicht mehr da war. Die im Vormittag (eher seltener) habe ich gerne mitgenommen.
Geriatrie:
Ich wusste nicht was mich in der Geriatrie erwartet. Entgegen der Meinungen vieler Kommilitonen und in Hinblick auf Allgemeinmedizin, was ich auch anstrebe, war es mein Wunsch und ich wurde nicht enttäuscht. Man bekommt in kurzer Zeit ein breites Spektrum an nicht nur internistischen Erkrankungen zu sehen. Ich wurde von einem interdisziplinären Team herzlich aufgenommen und so blöd wie es klingen mag, dein Name wird gemerkt. Das Team ist echt super! Man begegnet sich auf Augenhöhe mit allen, vom Chef bis zur Stationshilfe und wird schnell selbst Teil des Teams. Neben dem Klassiker Mitlaufen, darf man auch wenn man es sich zutraut eigene Patienten (unter Supervision und Rücksprache) (mit)betreuen und aufnehmen. So bekommt man einen guten Einblick in die Zeit nach dem Studium und das mit PJ-Welpenschutz, was möchte man mehr. Eine super Übung und riesen Lerneffekt. Neben Umstellung von Medikamenten, Behandlung von akuten Ereignissen oder Anpassung der häuslichen Versorgung erhalten die Patienten eine interdisziplinär begleitete Geriatrie-Komplex Behandlung. Man bekommt viel mit und genießt weiterhin die PJler Privilegien, z.B. das frühe nach Hause geschickt werden.
Zusammenfassend war das Tertial super und lehrreich. Als PJler wird man hier wirklich nicht ausgenutzt. Im Gegenteil, man darf soviel machen, wie man sich zutraut und ich empfehle es jedem, das Angebot anzunehmen. Die Geriatrie muss ich dabei klar hervorheben und kann es wirklich jedem weiterempfehlen, aber v.a. wenn man Allgemeinmedizin anstrebt. Gibt der Geriatrie eine Chance und ihr werdet nicht enttäuscht werden!
Noch wissenswert:
- Einmal wöchentlich freitags findet von 12:30-14:30 das PJ-Seminare statt
- Mittagessen bekommt man als PJler/Mitarbeiter vergünstigt
Bewerbung
Für Externe: Bewerbungsverfahren über Frau Bischoff per E-Mail/Online