Die Hochgebirgsklinik ist eine Reha-Klinik, die sich anfühlt wie ein Wellness-Hotel. Sie ist sehr modern und hat auch ein sehr modernes, lifestyle orientiertes Konzept. Es gehört zu der Betriebskultur jeden in der Klinik freundlich zu grüssen und nett und professionell miteinander umzugehen, was auch zu einer enorm guten Stimmung allgemein führt.
Die Hierarchien sind sehr flach, man kann eigentlich machen, was man will und zu allem mitgehen, wo man gerne mitgehen möchte. Blutentnahmen und diese Aufgaben fallen in das Gebiet der Pflege, sodass man auch insgesamt nicht viel zu tun hat. Ich habe vormittags auch viel an meiner DrArbeit gearbeitet. Nach dem Mittagessen (meistens gemeinsam mit den Assistenzärzten) kommen dann neue PatientInnen, von denen man i.d.R ein bis drei aufnimmt. Meistens sind es aber eher einer. Das macht man auch komplett selbstständig und bespricht die Aufnahme dann mit einem der Kaderärzte. Wenn man mit der Besprechung der PatientInnen fertig ist, kann man den Patienten auch oft von einem der Assistenzärzte im Rapport vorstellen lassen, sodass man etwas früher gehen kann. Wenn es sehr wenige Aufnahmen gibt kann man auch oft schon nach dem Mittagessen gehen. Man wird auch öfter mal Samstags zum Arbeiten eingeteilt, dann muss man erst ab 13Uhr arbeiten (nur die Aufnahmen) und hat dafür dann den gesamten Montag frei. Man hat auch pro Monat 2 obligatorische Ferientage, die bei mir aber nicht als Fehltage gewertet wurden. Generell sind alle total locker und nett, man wird eigentlich nicht gebraucht und ist einfach eine Erleichterung, aber keine Arbeitskraft, so wie in DE. Ich habe nur ein halbes Tertial hier gemacht, weil es keine freien Plätze für November/ Dezember mehr gab, als ich mich beworben habe, aber bin damit auch sehr zufrieden, weil mir jetzt am Ende doch etwas langweilig wurde. Ich freue mich jetzt auch wieder auf das Uniklinik-Life, aber werde das PJ in Davos immer in extrem positiver Erinnerung haben. Es war bestimmt am Ende das beste meiner Tertiale.
Jetzt zu Davos allgemein: In Davos kann man wirklich alles machen, was das Wintersportler-Herz begehrt. Natürlich ist es wie andere Skigebiete auch nicht ganz günstig, aber mir hat das PJ-Gehalt und meine Erasmus+-Förderung ausgereicht um eine exzellente Zeit zu haben. Ich habe mich hier sehr wohl gefühlt und konnte sehr zur Ruhe kommen, was ich nach M2 und Uniklinik auch gut gebrauchen konnte. Ich bin mit meinem Auto angereist, was schon sehr geholfen hat (gerade mit Ski, ...). Das hat mir natürlich das Einkaufen in Davos auch deutlich leichter gemacht. Es gibt aber sonst auch einen Bus, der direkt vor der Klinik hält. Man kann also auch gut mit dem Zug anreisen und dann mit dem Bus zur Klinik fahren, wo auch die Mitarbeitergebäude sind. Für 50 CHF im Jahr konnte ich auch das Fitnessstudio der Patienten ab Nachmittag und früh morgens nutzen und ausserdem den Wellnessbereich mit Sauna, Dampfbad und Pool an drei Tagen die Woche (2 Tage gemischt, 1 Tag Frauen, 1 Tag Männer) nutzen. Es war so gut, ich habe es geliebt!!
Bewerbung
ca. 1 Jahr vorher an Isabel Künzli (per E-Mail) glaube ich... es gibt aber auch so ein Karriereportal... Ich würde mal mit der E-Mail anfangen