Notaufnahme, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, OP, Diagnostik, Station
Heimatuni
Freiburg
Kommentar
In meinem ersten Tertial habe ich mein Wahlfach Gynäkologie und Geburtshilfe an der Uniklinik Freiburg absolviert, was für mich der perfekte Start ins PJ war.
In der Klinik ist immer ein/e Assistenzärztin/-arzt für die Lehre eingeteilt und wir wurden durch die Ärztin und die anderen PJs gut empfangen, in die Aufgaben und Bereiche eingelernt und haben alles gezeigt bekommen. Die wichtigsten Aufgaben sind auf Station zu helfen (man kann eigentlich immer bei Visite mitlaufen, darf auch mal unter Aufsicht selbst Visite machen, kann Briefe schreiben, Kontroll-Nierensonos machen, teilweise Viggos legen oder die Pflege bei BEs unterstützen), im OP zu assistieren (in meistens 2-4 Sälen finden Brust-OPs, LSKs, DaVinci-OPs, Sectios statt, man darf auch mal öfter nähen), eine Person kann meistens in den Kreißsaal (Schwangerenaufnahme, Fetometrien, Viggos legen, Geburten, Einleitungen).
Während dem Semester sind oftmals Blockstudent*innen im OP, in den Semesterferien sind häufig Famulant*innen da, sodass man sich die OPs gut untereinander aufteilen kann. Manchmal ist schon einiges zu tun, es ist aber in aller Regel genug Zeit um entspannt gemeinsam Mittag zu essen und mal einen Kaffee zu trinken.
Insgesamt hängt es glaube ich sehr davon ab, wie viele PJ-Plätze in der Gyn gerade belegt sind, wie sich das Tertial gestaltet. Wir waren immer mindestens zu fünft, somit hatten wir viele Gelegenheiten uns auf den verschiedenen Stationen abzuwechseln und konnten uns darüber hinaus das Allermeiste im Haus anschauen. Je nachdem wie gut der Tagdienst besetzt ist, hat man auch die Möglichkeit Spätdienste oder Wochenenddienste im Kreißsaal oder in der Gyn mitzumachen, da sieht und lernt man meistens nochmal mehr.
Wenn man sich mit den anderen PJs die Aufgaben auf den Stationen und die OPs aufteilt und sich abspricht, kann man jederzeit in die verschiedenen Ambulanzen und Sprechstunden und kann sich so ein richtig gutes Bild von den gesamten klinischen Abläufen machen. Dabei kann man sich die Prä-OP (Aufklärungen, Untersuchungen), Chemoambulanz (Aufklärung, Aufnahme zur Chemo, Ports anstechen), Pränataldiagnostik, Schwangerenambulanz, Tumorboards, Endometriose-, FGM-, Urogyn-, Brust-, IVF- und Endokrinologie-, Dysplasie- und Gynonko-Sprechstunde anschauen. Also sehr abwechlsungs- und lehrreich!:-)
Zeitliches: Die Frühbesprechung ist um 7:30, Mittagsbesprechung um 15:45, bzw. freitags um 15 Uhr. Der PJ-Unterricht findet 2x/Woche statt und man darf auch jederzeit Wünsche für Themen äußern (dienstags meist öberärztlich, donnerstags mit der für die Lehre zuständigen Person, eigentlich um 16 Uhr, nach Absprache um oft um 15 Uhr möglich). Dienstags um 14:00 ist Mamma-Tumorboard, freitags nach der Frühbesprechung um 7:45 ist Gynonko-Tumorboard.
Insgesamt hatte ich eine richtig gute Zeit in der Frauenklinik, habe super viele spannende Fälle gesehen, sehr viel gelernt. Man wird gut in das Team aufgenommen und kann gerade auf Station den Ärztinnen sehr gut helfen, was auch mit Wertschätzung wahrgenommen wird. Ich kann es jedem nur ans Herz legen sein Tertial in Freiburg zu absolvieren, wenn man sich für Gynäkologie und Geburtshilfe interessiert!