PJ-Tertial Innere in Marienhospital (11/2024 bis 3/2025)
Station(en)
4A, 4B, 5A, 5B, ITS, ZNA
Einsatzbereiche
Diagnostik, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Notaufnahme, Station
Heimatuni
Essen
Kommentar
Im mhg rotiert man in der Inneren durch die Kardio, Innere/Gastro, Pneumo, Onko und Intensiv. Man kann auch NEF mitfahren, wenn man möchte.
Die Ärzte und Pflege sind meistens nett und eher schon daran interessiert Lehre zu machen (man muss sich einfach die motivierten Ärzte raussuchen).
KARDIO:
Ich war in der Kardio auf Station 4b. Hier ist es sehr chaotisch und die Ärzte müssen mehrere Aufgaben gleichzeitig machen (Station, Kardio-CT und Funktionsdiagnostik). Außerdem gibt es unglaublich viele, teil unnötige, Blutentnahmen. Oberärzte habe ich selten gesehen. Gelernt habe ich eher wenig (war aber auch meine erste Rotation). Das meiste habe ich bei Hebbah im Echo gelernt. Sie lässt einen immer vorschallen, gibt kleine Aufgaben und erklärt auch viel. Sie ist immer nur bis 14:30Uhr da. Von der Funktionsdiagnostik habe ich nicht viel mitbekommen, aber andere durften selber kardiovertieren.
GASTRO/INNERE:
In der Gastro war ich auf Station 5a. Auf Station kommt es voll darauf an, welchen AssistenzarztIn man bekommt. Ich war bei Barbara, sehr nett, erklärt viel, lässt viel machen, EKGs hab ich auch viele selber befundet und hier besser gelernt, als in der Kardio. Auch Blutentnahmen haben wir meist einfach während der Visite gemacht, sodass ich da nichts verpasst habe. Die Endoskopie war auch super, man geht einfach dort hin, wo man zuschauen möchte. Alle 3 Oberärzte dort erklären viel und ich durfte auch einmal den Rückzug bei einer Gastro machen. Danach macht Whalid immer noch Sonos. Bei ihm darf man auch meist vorschallen und ab und zu gabs auch eine Punktion, die man auch selber machen darf, wenn man vorher schon mal zugesehen hat. Er macht auch ab und zu kleine "Lehreinheiten" zu verschiedenen Krankheitsbilder. Allgemein sehr lehrreiche Rotation. Prästationäre Patienten sind auch super, da kann man Anamnese üben und immer die Körperliche Untersuchung durchführen.
Pneumo:
Dann war ich in der Pneumo auf der 4a. Hier bin ich etwas zwiegespalten. Die erste Woche war sehr ruhig, es gab sehr wenig zu tun und die Ärzte machen viel selber, wie die Blutentnahmen. Und es war sehr schwierig an Arbeit zu kommen, weil alle ihr eigenes Ding gemacht haben.
Die 2. Woche hatten wir zum Teil nur einen oder sogar keinen Assistenten, sodass ich 4 eigene Patienten übernommen habe, immer in Rücksprache mit OA Ullrich. Man hat so einen super Einblick in die Stationsarbeit bekommen und ich konnte trotzdem meist früher gehen.
Außerdem kann man meist bei Paul und Eike bei Bronchos zusehen. Hier wird auch immer viel erklärt und ich durfte auch einmal selber bronchoskopieren.
ZNA:
Dann war ich eine Woche in der ZNA. Normalerweise ist diese nicht Teil der Rotation, man kann aber immer hin, wenn auf Station nichts ist. Je nachdem wer dort ist, kann man unterschiedlich viel mitmachen.
ONKO:
Dann 2 Wochen Onkologie. Hier gibt es sehr wenig für PJler zu tun. Ein paar Blutentnahmen, ein paar Aufnahmen vormittags und Besprechung und Röntgen Besprechung Nachmittags und danach darf man sehr früh gehen. Manchmal gibt es auch noch eine Knochenmarkspunktion oder Pleurapunktion nach der Röntgen Besprechung, die man auch selber machen darf, dann bleibt man natürlich etwas länger. Es wird auch angeboten, dass man die Knochenmarkspunktate unterm Mikroskop anschauen kann, bei mir hat das zeitlich nicht geklappt.
INTENSIV:
Zuletzt hatte ich noch 2 Wochen Intensiv. Hier gibt es um 7 Uhr schon die Besprechung (ich war immer erst ab 8 Uhr da, das hat auch nicht gestört). Wenn man Glück hat und erfahrene Ärzte auf ITS sind, darf man auch mal eine Arterie, ZVK oder Shaldon legen. Ich habe leider nur einmal eine Arterie legen können. Man macht immer zwischen 8 und 10Uhr die Untersuchungen der Patienten und ab 10Uhr Visite. Nachmittags kommen dann Bronchos, Reintubationen, Sonos, usw. dran. Gegen 15Uhr vor der Übergabe darf man gehen.
NEF:
Für den NEF Dienst meldet man sich bei Mona von der Anästhesie. Für 50€ Pfand bekommt man Kleidung und Schuhe, sofern in der richtigen Größe vorhanden. Theoretisch gibt es eine Liste, in der man sich eintragen soll. Während ich da war, hing nie eine Liste aus, deswegen bin ich einfach, an den Tagen wo ich mitfahren wollte, um 7:45Uhr bei der Anästhesie vorbei und habe dort direkt den aktuellen NA gefragt, ob ich mitfahren kann. Wenn jemand aktuell Stunden sammelt, dann hat das natürlich Vorrang und man probiert es an einem anderen Tag. Alle bei denen ich mitgefahren bin, waren super nett und haben auch, meist erst auf Nachfrage, viel erklärt. Wenn man nach Hause will, oder keine Lust mehr hat, dann meldet man sich einfach kurz ab. Geht alles sehr unkompliziert.
SEMINAR:
Einmal pro Woche gibt es ein Seminar zu unterschiedlichen Themen. Diese waren mal mehr, mal weniger gut und sind auch ab und zu ausgefallen, teilweise mit Ersatztermin. Anwesenheit wurde nicht geprüft, solange genug Studis aufgetaucht sind. Außerdem gab es einmal im Monat ein Seminar zu einem speziellen Thema (bei uns Radiologie).
Ich habe die meisten ÄrztInnen geduzt, abgesehen von ein paar wenigen Ausnahmen waren auch alle super nett. Krankheitstage waren kein Problem. Feiertage bekommt man frei, auch die Tage zwischen den Weihnachtsfeiertagen und Silvester waren freiwillig.
Zum Frühstück bekommt man 2,3€ und zum Mittag 4,4€. Meist habe ich noch etwas draufgezahlt, aber theoretisch könnte man damit auskommen.
Der PJ-Beauftragte Falk ist sehr bemüht und kümmert sich um jedes Problem, das man hat, mit relativ wenig Verzögerung, obwohl er immer super busy ist.
Bewerbung
Über die Heimatuni, da es ein Lehrkrankenhaus der Uni Due ist.