Den ersten Teil meines Tertial habe ich in der Kardiologie verbracht. Es war immer viel Blut abzunehmen, sodass man die Visite nicht immer (ganz) miterleben konnte. Dennoch haben sich alle Ärzte auf Station Mühe gegeben, den PJler einzubeziehen. Ich durfte das Echo nach Interventionen durchführen und dem zuständigen Arzt demonstrieren und täglich viele EKGs auswerten. Bei Fragen konnte man sich immer an die Assistenzen wenden und bekam immer eine ausführliche Antwort. Elektive Patienten konnte ich selbstständig aufnehmen und wenn nachmittags Zeit war, auch immer in der Funktionsabteilung Echos und Belastungs-EKGs anschauen. Es war auch möglich eine Schrittmacherimplantation oder eine Herzkatheteruntersuchung anzusehen. Es wurde teilweise versucht, mir eigene Patienten zur Betreuung zu überlassen, jedoch hat sich oft ein komplexer Fall dargestellt, sodass ich nicht von Anfang bis Ende beteiligt war.
Einmal in der Woche Gabe es für alle PJler Unterricht zu einem Thema. Die Fortbildungen gingen circa 1,5 Stunden und teilweise haben sich weitere Ärzte dazu bereiterklärt, ein kleines Teaching abzuhalten. Besonders der PJ-Beauftragte des Med1 hat oft einen Fall oder ein EKG mit allen durchgesprochen.
Schade ist, dass keine Möglichkeit bestand in die ZNA oder auf die Intensivstation zu rotieren. Ich denke dort hätte man viel gelernt und einen Einblick in komplexere Fälle bzw. mehr Fachgebiete bekommen.
Die zweite Hälfte meines Tertial habe ich auf der Gastroenterologie verbracht. Dort hat es mir leider nicht gut gefallen, da man als selbstverständlich zum Blut abnehmen angesehen wurde und oft keine weiteren Erklärungen bekam bzw. kein Teaching durchgeführt wurde. Man hatte zwar täglich die Möglichkeit bei der Visite mitzumachen, jedoch konnte man nie die Nachbesprechung miterleben oder eigene Patienten betreuen. So konnte man nach den Blutentnahmen zwar in die Funktionsabteilung zu Sonos, Kolos, Gastros und Endo-Sonos etc. Aber auf Station gab es keine weiteren Aufgaben und auch im Sono bot sich kaum die Möglichkeit selbst zu arbeiten oder eine der Punktionen anzuschauen, da diese oft vormittags während der “Blutentnahmezeit” stattfanden.
PJ-Studenten in der vorherigen Rotation hatten die Möglichkeit auch die Palliativstation zu besuchen, dies war bei uns leider nicht möglich, da es Probleme gegeben hatte mit der Rotation. Jedoch fände ich es toll auch diesen Teil der inneren Medizin zu erleben und vielleicht auch für zukünftige eigene Patienten Erfahrungen zu sammeln. Eine zentrale Rotation zu organisieren wäre vielleicht hilfreich, sodass man auch mehr erlebt im PJ.
Sonst ist das Klinikum mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar, leider kann man als Student jedoch nicht als Mitarbeiter das Parkhaus besuchen. Das Mittagessen gab es täglich kostenlos.
Bewerbung
Bewerbung im PJ-Portal
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
EKG Sonst. Fortbildung Fallbesprechung
Tätigkeiten
EKGs Blut abnehmen Eigene Patienten betreuen Braunülen legen Patienten untersuchen