7a (Akutneurologie mit Neuroinflammatorischem und Neuroinfektiologischem Schwerpunkt), 7b (Stroke) und Akutmodul (ZNA)
Einsatzbereiche
Notaufnahme, Station
Heimatuni
Berlin
Kommentar
***Gut:
- Eigene Betreuung von Patienten in guter Supervision. Belgeitung von Aufnahme bis Entlassung.
- OA-Visite Di + Do, tägl. Zweitsicht der neuen Pat. mit OÄs. Große Passion für Lehre insb. beim OA der Stroke und dem OA auf der 7a.
- Brutal freundliches Team. Stationsärzt*innen sowieso, aber auch OÄs, Pflege, Physio, Ergo und der Chef. Top to Bottom wirklich herrausragend. Man fühlt sich sehr wertgeschätzt. Hevorzuheben ist die 2x wöchentl. 14:06 Besprechung, welche Verpflichtend war für alle von Chef über Pflege bis PJs. Oft nervig die 5 min Zeit aufzuwenden, aber sehr positiv für den Team-Spirit.
- Viel Raum für Fortbildung: Ärztl. Fortbildung Do, Journal-Club, Monatl. Kardio-Neuro-Fortbildung, PJ-Unterricht (fand wöchentl. statt, aber vgl. mit dem restlichen Angebot qualitativ fast schon schwach)
- 2 OAs gaben uns Paper mit nach Hause zum Selbststudium und Vorstellung im Stationssetting bei OA-Visite. Bearbeitung war aber im Stationsalltag machbar, somit sehr lehrreich o. zusätzliche Zeitkosten
- relativ wenig BEs und PVKs da viele PJs: Kumuliert max. 1h pro Tag.
- Klinisch einfach sehr fittes Ärzteteam. Lernfortschritt war enorm. Nicht nur Neurologisch, sondern auch psychiatrisch, psychosomatisch und internsitisch (aHT, Diabetes, Nephro, Kardio, Rheuma, ...). Einfach tolle Fälle
- 2 w. Rotation in die Notaufnahme (gen. Akutmodul) war sehr lehrreich. Ganz andere Pat. und sehr M3 relevant. Auch 2x Nachtdienst mitgemacht, was sehr cool war.
***Schlecht:
Alles schlechte war auf strukturelle Probleme bzw. Gegebenheiten der Charité zurückzuführen, nicht auf das Team der Neurologie am CVK!
Folgendes war scheiße:
Infrastruktur:
- Man wurde rel. oft zu Botengängen, CT-Fahrten geschickt, da Transport mangelhaft. Wenn man will, dass eine Untersuchung bei seinem Pat. gemacht wird, muss man es selbst in die Hand nehmen.
Ärztliche Besetzung/fogl. Arbeitsdichte/Bezahlung:
- Auf Stroke teilw. ärztl Unterbesetzung. Hatten wirklich das Gefühl den Laden mit unserer Deppenarbeit mit am Leben zu halten (Wurde uns auch von ärztl. Seite gespiegelt). Leidtragende waren hier aber insb. auch AÄ, teilw. auch OÄ.
- Folgl. über mehrere Wochen >9h Arbeit/d exkl. Pause.
- Essensmarken kamen 1 Woche zu spät an auf Eigenkosten.
- Das alles ohne Bezahlung. Im Grunde genommen subventionieren meine Eltern durch meinen monatl. Unterhalt das deutsche Gesundheitssystem.
Wäsche:
- Kleidung war 2x weiße Hose, 2x weißer Kittel. Wurde in der Hygienefortbildung darauf hingewiesen, dass das nicht Charité-Hygiene-Standard sei.
-Morgens auf dem Weg zur Arbeit kommt man an der Wäscheausgabe vorbei, darf sich aber nichts mitnehmen, da man nur 1 zu 1 tauschen kann. Verstehe ja den Angst vor Diebstahl, aber bei dem Arbeitsvolumen wäre ein bisschen Vertrauuen von Charité-Seite angebracht.
Insg. sehr lehrreiches Tertial. Man hatte richtige Freude bei der Arbeit, auch wenn es stellenweise hart war. Neurologie auch einfach sehr spannend und für alle zukünftigen Facharztperspektiven wertvoll. Würde es trotz meiner vielen Kontra-Punkte immer wieder machen und weiterempfehlen