Ich habe mein erstes Tertial in der Inneren Medizin am Klinikzentrum Westerstede absolviert. Das Zentrum ist besonders, da es das einzige KH in Dtl ist, was Bundeswehr als auch Zivil in einem hat. Wir hatten eine ganze Woche Einführung, wo uns das KH mit Stationen gezeigt wurde, Karten, Kleidung, etc. Zusätzlich fanden dort auch Fortbildungen statt und ein Nahtkurs. Man muss dazu sagen, dass es nicht in allen Turnus diese Woche gab, wir hatten Glück.
Einzig negativ zu erwähnen ist, dass es keine regelmäßigen Fortbildungen / PJ-Unterricht gibt, da der PJ-Beauftragte den Plan für 2026 nicht erstellt hat und aktuell sehr busy ist und auch nach mehreren Nachfragen sich nichts änderte. Es gibt auch keine regulären Studientage. Es gibt jede Woche hausinterne Fortbildungen, wo man dran teilnehmen kann und gerne gesehen ist bzw dafür dann auch von Station verschwinden durfte
Positiv ist das Team und Arbeitsklima! In der Inneren sind die Hierarchien flach, alle sind super nett, von Pflege bis Chef, man ist als PJ überall gerne gesehen und gewertschätzt.
Die D34 ist Gastro/Onko und die D24 ist die Kardiologie. Man kann wünsche äußern, wo man hin möchte und diese auch noch im Verlauf ändern. Stationsalltag ist ab 8:00, Visite, Aufnahme, Briefe. Man hat jeden Tag mindestens Kurven-Visite mit den OA, einmal die Woche jeweils OA- und Chef-Visite im Zimmer. Die Assistenten sind super bemüht einem was zu zeigen, zu erklären. Wenn man Lust hat, bekommt man eigene Patienten oder ganze Zimmer, ist aber keine Pflicht. Auf beiden Stationen gibt es BE-Dienste, nur wenn die scheitern oder es wirklich viel ist, fragen sie, ob man unterstützt und das auch alles sehr fair! Du kannst jederzeit Visite machen bzw Fragen stellen. Deine Briefe werden begutachtet und besprochen. Zudem hast du auf Station jederzeit die Möglichkeit in die Endoskopie oder kardiologische Ambulanz, sowie ins HKU oder SM-Abfrage, Echo, etc zu gehen! Das Spektrum ist super vielfältig und man kann sich das frei überlegen, wo man seine Prios setzen will. In der Regel sagen dir die Assis dass du ab 14 Uhr gehen kannst, aber ich war (aus eigenem Interesse) oft länger :-)
Als letztes war ich noch in der ZNA, wo man auch frei entscheiden kann, ob man Patienten alleine sehen will, mit einem Assistenten zsm oder nur mitlaufen im Rea-Bereich. Je nach Besetzung ist es manchmal sehr voll oder eher schwierig einen Ansprechpartner zu finden, aber man lernt trz nochmal viel. Es lohnt sich auch Spät- und Nachtdienste mitzumachen.
Zusätzlich kann man jederzeit auch anfragen, für ein paar Tage in einen ganz anderen Bereich zu rotieren oder Notarzt mitzufahren :)
Ich würde jedem das Tertial dort empfehlen, egal ob an Innere interessiert oder nicht :-)