PJ-Tertial Unfallchirurgie in Krankenhaus Merheim (11/2025 bis 3/2026)

Station(en)
Endoprothetik (4 Wochen), Arthroskopie/ Sport (2 Wochen), Ambulanz (4 Wochen), Privat (2 Wochen), Trauma (4 Wochen)
Einsatzbereiche
OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Notaufnahme, Station
Heimatuni
Koeln
Kommentar
Pro generell:
Das gesamte Team ist super nett und entspannt. Man versteht sich sehr gut mit den Ärzten und die Arbeit wird immer wertgeschätzt! Die Hierachie ist sehr flach. Man fühlt sich wirklich wohl. Pflegepersonal und Physios sind auch super nett! Auch das Chefarztsekreteriat und die Studienkoordinatorin, Frau Spangenberger, sind sehr freundlich und offen! Man bekommt Telefon, Spint im Keller und Kleider-Karte ausgehändigt.

Kontra generell:
Es fallen sehr viele Blutentnahmen auf allen Stationen an. Je nach Besetzung der PJs fallen pro PJ 10-15 BEs pro Tag an. Wir haben uns aber untereinander immer sehr gut abgesprochen und die BEs fair verteilt. Anders ist es teils auch gar nicht möglich, da immer wieder PJs in den OP abgezogen werden, sodass die restlichen BEs aufgeteilt werden müssen! Per Telefon oder Whatsapp Chat haben wir uns hier alles übermittelt. Leider hatten wir in unserer Kohorte Pech, dass wir sehr wenige PJs (4) waren. Es ist echt viel angenehmer, wenn man >4 PJs ist. Durch das Überlappen der Tertiale war es dann aber teilweise mit ca. 8 PJs angenehmer. Ich meine, 10-12 PJ Plätze können pro Tertial vergeben werden. Die Rotationen werden zugeteilt, man kann sich nichts wünschen.

Essen: musste ich leider bezahlen, 4-7€ pro Essen. Aber direkt meinem Tertial gab es eine Änderung, sodass man jetzt pro Tag ein Essen kostenlos bekommt.

Arbeitszeiten:
Station: 7 Uhr beginnt Visite, 8 Uhr beginnen die OPs. Teils muss man noch während der Visite oder direkt danach noch BEs oder Zugänge erledigen. In der Regel ist man bei der Visite immer dabei. Feierabend ist gegen 15.30/16 Uhr. Ich und die anderen PJs sind aber oft auch schon länger dageblieben, wegen OPs oder Arztbriefen, die noch geschrieben werden sollten. Dann kam man auch mal erst gegen 17/17.30 Uhr raus… Ich bin immer vor der Nachmittagsbesprechung (16) Uhr gegangen). Diese fand ich auch nicht wirklich lehrreich. Studientage gibt es offiziell nicht, es wird aber keine Anwesenheit überprüft, sodass man sich gut untereinander absprechen kann, wenn man mal fehlen möchte/muss. Sich hier aber mit den anderen PJ absprechen ist wichtig und auf Station vorher Bescheid geben, sonst fällt das negativ auf alle PJs zurück und eine Anwesenheitskontrolle wird wieder eingeführt wie früher (wurde einem PJ einmal gedroht).
Ambulanz: beginn 8.30 Uhr, Ende abhängig wie voll es in der Ambulanz ist. Ansonsten bin ich immer kurz vor 16 Uhr gegangen.

Rotation Endoprothetik:
Pro:
Montags ist chillig, man macht nur Stationsarbeit und bereitet die gesamte Woche vor (Arztbriefe, Anmeldung Röntgen und Physio), Vermessen von Winkeln von Implantaten, Anträge für Rehas und Alterstraumazentren. Ihr werdet unten noch erfahren, warum dieser Montag zu dankbar ist im Vergleich zum Rest der Woche 😊 BEs gibt es nur wenige. Montags hat man Zeit Mittag zu essen.
Im OP kann man viel zunähen, hier auch gerne mal nachfragen. Da man immer die gleichen OPs sieht und irgendwann die OP Schritte in und auswendig kann, kann man auch über die Zeit mehr machen. Sogar eine 1. Assistenz ist möglich. War bei uns auch der Fall, als viele Ärzte krank waren.
Kontra:
Besonders in der Rotation Endoprothetik ist es ein großer Nachteil, wenn man zu wenig PJs hat. Und es ist noch viel schlimmer, wenn man in der Rotation alleine eingeteilt ist. Hier bitte drauf achten untereinander und direkt am ersten Tag, wenn man die Rotationspläne bekommt, dass diese Rotation fair aufgeteilt ist! Einfach mit Frau Spangenberger reden!
Ich war Gott sei Dank immer mit einem anderen PJ in der Rotation, denn jeden Tag außer Montag werden 1-2 PJs fest eingeplant, in den OP mitzukommen. Das bedeutet 8-15 Uhr OP und Haken halten bei Hüft TEPs oder Knie-TEPs. Das ist schon seeehr anstrengend (vor allem wenn man allein in der Rotation ist). Dazu kommt, dass es keinen Studientag gibt.... Dienstags und donnerstags wird in 2 OP Säälen gleichzeitig operiert, bedeutet, dass leider immer ein 2. PJ aus den anderen Rotationen mithelfen muss im OP, wenn man alleine in der Rotation eingeplant ist. Teilweise wird man dann auch aus der Ambulanz Rotation rausgeholt (hier hat man mit dem Stationsalltag am wenigsten zu tun). Ich bin ehrlich, ich habe in den ersten Wochen meines Tertials in dieser Rotation keine Lust mehr auf Ortho/Unfall gehabt... hat sich natürlich im Laufe der Zeit dann wieder gebessert :)
Zeit für Mittagessen ist hier oft auch nicht viel, am besten selber was mitbringen und dann in den beiden Aufenthaltsräumen im OP essen.

Rotation Trauma, Arthro/Sport:
Pro:
Ab und zu muss man im OP mithelfen, passierte bei mir aber eher seltener. Den Rest des Tages macht man Stationsarbeit, sprich Reha Anträge ausfüllen, BEs, Verbandswechsel, Medikationspläne übertragen, Physio und Röntgen anmelden für den nächsten Tag. Das war teilweise echt nervig, weil es wie Beschäftigungstherapie war... Oft sind auch keine Assistenzärzte oben auf Station, sodass man zwar selbstständig arbeiten kann aber auch mal die Ansprechpartner fehlen. In den OPs kann man den ein oder anderen Schritt auch selbst übernehmen. Es wird einem viel erklärt und Fragen werden gestellt – gut für den Lerneffekt.

Rotation Privat:
Man kann hier selbst Visite führen, wenn man mag, und die Stationsarbeit auch komplett schmeißen, wenn man Lust hat und genug PJs da sind. Ansonsten hat man hier die Möglichkeit, den Chef näher kennenzulernen und mit ihm auch mal am OP-Tisch zu stehen. Der Chefarzt ist wirklich sehr nett, verlässt nur allerdings bald das Haus. Auch mit den jungen Assistenzärzten macht es viel Spaß.

Rotation Ambulanz:
Beste Rotation! Hier lernt man sehr viel, dadurch, dass man eigene Patienten übernehmen kann, sprich man macht Anamnese und schlägt eine Behandlung bei der Übergabe vor. Ein Oberarzt (1. Dienst) in der Ambulanz macht oft und gerne ein bisschen Teaching und kennt sich sehr gut mit Ultraschall aus. Von ihm kann man sehr viel lernen, da er einem auch Verbesserungsvorschläge gibt! An ihn würde ich mich dranhängen! Es ist nur doof, wenn die Ambulanz am überlaufen ist, weil die Ärzte dann so beschäftigt sind, sich keine Übergabe mehr von dir anzuhören, sodass man auch nur begrenz helfen kann und am Ende besser zuschaut. Schockräume kommen ab und zu rein. Der Heli fliegt das KH auch selten an. Es kann nur ein Schockraum der Unfallchirurgen besetzt werden. Hierbei zuschauen, war immer wieder spannend.

PJ Unterricht: mittwochs 13-14 Uhr für 30-45 min beim Chef im Büro. Hier werden die wichtigsten examensrelevanten Themen durchgegangen. Ab und zu hatten wir auch noch mit einem Assistenzarzt – er ist auch PJ-Mentor- PJ Seminar, wo wir irgendwelche Fälle oder Therapien/Behandlungsabläufe durchgegangen sind. Das war aber leider sehr unregelmäßig.

Arbeitszeugnis: kann man am Ende erfragen bei Frau Spangenberger

Trotz der hohen Arbeitsbelastung kann ich ein Tertial hier sehr empfehlen!
Bewerbung
6 Monate im Voraus bei Frau Spangenberger: [email protected]
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Fallbesprechung
Bildgebung
Tätigkeiten
Mitoperieren
Rehas anmelden
Chirurgische Wundversorgung
Notaufnahme
Patienten untersuchen
Briefe schreiben
Botengänge (Nichtärztl.)
Röntgenbesprechung
Braunülen legen
Blut abnehmen
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
ca. 600€

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
2
Betreuung
2
Freizeit
3
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
2

Durchschnitt 1.6