Mir hat die Atmosphäre im Marienhospital Gelsenkirchen sehr gut gefallen. Ich hatte das Gefühl, dass PJler ein gewisses Ansehen haben und dich die meisten Leute nicht nur als Blutentnahmekraft angesehen haben, sondern eher wertschätzend waren. Die Art, wie man eingebunden wurde, war ziemlich stationsabhängig.
Pulmo: Super nettes Team, legen viel Wert auf Lehre zwischendurch. Man betreut in Absprache mit den Ärzten eigene Patienten und hat immer einen Ansprechpartner. Insgesamt hat das Team relativ flache Hierarchien, sodass auch die Oberärzte stets zur Verfügung stehen.
Kardio: Die Abteilung ist ziemlich groß. Die meiste Zeit hatte ich auf Station bis auf Blutentnahmen nichts zu tun und hatte das Gefühl, es hätte auch niemanden gestört, wenn die PJler nicht da waren. Man hat vor allem typische PJler Aufgaben übernommen, dafür aber wenig Lehre bekommen, sodass sich die Zeit sehr gezogen hat. Wenn ich nichts zu tun hatte, bin ich in die Diagnostik (Echo, etc.) gegangen.
Intensivstation: Hier hatte ich eine wirklich gute Zeit. Ich durfte unter Anleitung ZVK- und Shaldon-Katheter legen und hatte eine wirklich gute Betreuung, auch wenn man jeden Tag ziemlich lange geblieben ist.
Onkologie: Eine entspannte Zeit, die Station hat einen recht geregelten Tagesablauf und ich konnte immer nach der Röntgenbesprechung um 14.30 Uhr gehen. Während meiner Zeit dort wurde leider keine Knochenmarkspunktion gemacht. Das Team hat mich deshalb extra, als ich schon auf eine andere Station rotiert war, angerufen, und ich durfte die nächste dort durchführen.