Wir waren insgesamt 3 PJler in der Inneren und wurden 2 auf eine und eine auf die andere Innere Station aufgeteit.
Ich kann dementsprechend nur von einem Teil des Teams sprechen (jetzige B2 und die Häfte des Teams der F2).
Auf meiner Station wurden wir sehr freundlich aufgenommen und direkt mit eingebunden. Anfangs haben wir noch mehr zugeschaut, aber haben dann Stück für Stück mehr Aufgaben übernommen.
Der Tag beginnt 7.30 Uhr mit der Frühbesprechung, danach waren wir als PJler für die i.v. Medis und Flexülen auf Station verantwortlich. Die Blutentnahmen wurden größtenteils von den Stationskoordinatorinnen übernommen und wir haben ausgeholfen, wenn sie es zeitlich nicht geschafft haben oder jemand krank war. Dadurch konnten wir dann meist gemeinsam mit dem ärztlichen Team Kurvenvisite (eigentlich immer mit Zeit für einen Kaffee) und Visite machen. Gegen Ende des Tertials durften wir auch eigene Patienten betreuen, natürlich mit ständiger Absprache. Anfang der Woche kamen die meisten Aufnahmen, die wir zwischen uns und den Ärzten auf Station aufteilten. Nach Einarbeitung konnten wir dann auch selbstständig Anordnungen für unsere aufgenommenen Patienten machen.
12 Uhr gab es jeden Tag eine Röntgenvisite in denen aktuelle Röntgen/CTs unserer Patienten gezeigt und besprochen wurden, sowie im Anschluss Bilder von am Vormittag gelaufenen Gastro-/Kolo-/Bronchoskopien und Sonografien. Gerade spezielle Fälle wurden da nochmal vorgstellt und erklärt.
Auf unserer Station sind wir jeden Tag gemeinsam gegen 13 Uhr in der Kantine im Mutterhaus Mittag essen gegangen (entweder selbst mitbringen, oder für 5Euro/Mahlzeit).
Nach dem Mittag fielen meist nur kleine Aufgaben an, oder wir halfen beim Briefe vorbereiten bzw. am Ende auch selber schreiben.
Wir konnten meist gegen 15 Uhr gehen und wenn wir mal krank waren oder einen Tag frei genommen haben hat sich niemand beschwert oder die Tage aufgeschrieben. Es gibt offiziell 3 Studientage die wir uns nehmen können.
Man konnte jederzeit bei Interesse in die Funktionaabteilung gehen um bei Gastro/Kolo/Broncho/Echo/Sono/Pleurapunktionen zuzuschauen, bzw auch mal selber schallen und punktieren.
Da der Tagsdienst ab und zu die Notaufnahme besetzt konnten wir auch dort mit hin und Patienten aufnehmen.
Die PJ Seminare fanden 1x/Woche in wechselnden Fachbereichen statt (Innere, Geriatrie, Anästhesie, Chirurgie). Einige Seminare waren sehr Praxisnah und spannend, wobei andere ein bisschen monotoner ausfielen. Insgesamt konnte ich aber durchaus einiges wiederholen und Wissen dazugewinnen.
Das Pflegeteam meiner Station war unglaublich freundlich, immer für einen kleinen Plausch zu haben und arbeitet in eng mit dem Ärzteteam zusammen.
Von den Ärtzen der Station wurde ich immer gut eingebunden, ich konnte jederzeit Fragen stellen und habe mich sehr gewertschätzt gefühlt.
Generell ist es ein sehr freundliches und offenes Miteinander auf Station (inklusive gemeinsamen Weihnachtsmarktbesuchs), sodass ich nie mit schlechter Laune nach Hause gegangen bin.
Wir übten auch ein paar Prüfungssituationen, wurden abgefragt und konnten unsere Patienten bei der Chefarztvisite vorstellen, wenn wir das wollten, aber nie mit Druck und immer auf Augenhöhe.
Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit meiner Zeit hier und würde gern noch länger bleiben.