Das PJ am UKM in der Pädiatrie hat mir sehr gut gefallen!
Bereits die Einführungswoche, die vom UKM organisiert wird, war etwas besonderes. In dieser Woche lernt man alle kennen, die ihr PJ am UKM im ersten Tertial absolvieren, unabhängig von der Fachrichtung. Man bekommt in dieser Woche verschiedene Seminare (Ethik, Kommunikation) Auffrischungskurse (Sonographie, Nahtkurs) und eine Einführung ins Orbis-System. Zudem lernt man die Uniklinik etwas besser kennen.
Ich selbst habe nicht in Münster studiert, weshalb die erste Woche für mich sehr gut war, Kontakte zu den anderen PJlern zu knüpfen.
Die Pädiatrie selbst bietet acht Stationen an, über die man rotieren darf. Vorgesehen sind drei Rotation. Zur Verfügung stehen dabei die Station 17A (Kinderonkologie), 17B (Kinderneurologie), 18A (Klein– und Schulkinderstation,IMC), 18B (Kinderkardiologie), 19A (Neonatologische Intensivstation), von-Pfaundler-Station (Infektionsstation) sowie die Notaufnahme (PINA) und die Tagesklinik. Die Rotationen sind frei wählbar, sofern nicht bereits ein anderer PJler auf der Station ist.
Ich selbst habe meine erste Rotation in der Tagesklinik gemacht, die zweite auf der 18 A und die dritte auf der von-Pfaundler-Station.
Der Alltag in der Tagesklinik bestand vor allem daraus, die Kinder, die für einen Tag zur Medikamentengabe oder eine ambulante Untersuchung ins UKM kommen, zu betreuen und zu versorgen. Das bedeutet eine körperliche Untersuchung, das Legen von PVKs und Blutentnahmen sowie das Anstechen von Port-Kathetern. Hier hat man jederzeit die Möglichkeit an allen Untersuchungen (Gastroskopie, Coloskopie, radiologische Interventionen, etc.) teilzunehmen. Ab nachmittags konnte man die einzelnen Sprechstunden besuchen. Nach kurzer Rücksprache mit dem jeweiligen Arzt/der jeweiligen Ärztin, war dies nie ein Problem. Zu den Sprechstunden gehörten unter anderem die pulmologische Sprechstunde, die gastroenterologische Sprechstunde, die endokrinologische Sprechstunde und viele mehr.
Die 18 A ist eine Station, auf der viele komplex erkrankte Kinder liegen. Dadurch werden auch viele Fachbereiche kombiniert, sodass morgens in den Visiten viele verschiedene Fachdisziplinen vertreten sind (Nephrologie, Pulmologie, Stoffwechsel). Zu den täglichen Aufgaben gehören die Neuaufnahmen, Blutentnahmen, das Legen von PVKs sowie viele organisatorische Aufgaben.
Die von-Pfaundler-Station war meine letzte Rotation. Hier liegen vor allem Kinder, die aufgrund ihrer Infektion isoliert liegen müssen. Dazu zählen zum Beispiel Infektionen wie RSV, Influenza, Tuberkulose, aber auch gastrointestinale Infektionen. Zudem liegen dort auch Kinder, die aufgrund von Immunsuppression isoliert und geschützt liegen müssen.
Zuletzt ist noch zu erwähnen, dass mir vor allem der Umgang mit den PJlern sehr positiv aufgefallen ist. Das gesamte ärztliche Team war offen, freundlich und motiviert, etwas zu erklären zu zeigen oder einen zu bestimmten Untersuchungen mitzunehmen.
Alles in allem hat mir das PJ sehr viel Spaß gemacht.
Wenn man etwas Eigeninitiative zeigt, darf man schnell viele Dinge selbstständig machen und bekommt viele neue Sachen gezeigt. Ich habe in diesem Tertial sehr viel gelernt, sowohl theoretisch als auch praktisch.