PJ-Tertial Gynäkologie in Universitaetsklinikum Giessen (11/2025 bis 3/2026)

Station(en)
3.3, 0.3, Kreissaal, Poliklinik
Einsatzbereiche
Diagnostik, OP
Heimatuni
Giessen
Kommentar
Ich kann das Tertial in der Gyn und Geburtshilfe am UKGM Giessen uneingeschränkt weiterempfehlen. Es hat mir wirklich sehr gut gefallen. Dies lag vor allem an dem super, jungen, coolen, lockeren und engagierten Assisstenzarzt*innen Team. Die Stimmung untereinander ist sehr gut, alle sind sehr freundlich und man hat als PJlerin immer die Möglichkeit Fragen zu stellen und wird überall mit eingebunden. Vor allem wenn man motiviert ist und Engagement zeigt, haben die Assis auch noch mehr Lust einem etwas zu zeigen. Fragen sind jederzeit willkommen, und man wird aktiv in den klinischen Alltag eingebunden.
Auch die PJ-Beauftragte ist ein absoluter Schatz! Sehr engagiert und bemüht, den Studierenden möglichst viel beizubringen. Je nach Krankheitslage der Assistenzärzt*innen findet wöchentlicher PJ-Unterricht statt; falls ein Termin ausfällt, wird in der Regel ein Ersatztermin organisiert. Auf Wunsch der PJlerinnen wurde bei uns auch eine M3-Simulation durchgeführt, die sehr hilfreich für die Vorbereitung war und bei der wir viele wertvolle Tipps erhalten haben.
Da es sich um ein Universitätsklinikum handelt, sind häufig mehrere PJlerinnen, Famulantinnen und Blockpraktikantinnen gleichzeitig vor Ort. Daher ist es sinnvoll, sich untereinander gut abzusprechen. Wichtig: Man darf sich 1 Studientag wöchentlich nehmen.
Tagesablauf:
Die Frühbesprechung findet täglich um 07:54 Uhr statt. Dort werden die Ereignisse aus dem Dienst besprochen sowie die geplanten Operationen des Tages vorgestellt. Außerdem wird geklärt, wo PJler*innen im OP benötigt werden. Danach verteilt man sich auf Station, Kreißsaal oder Ambulanz. Am Nachmittag findet gegen 16:00 Uhr die Nachmittagsbesprechung statt. Zur Nachmittagsbesprechung muss man nur bleiben, wenn man an dem Tag den Dienst mitmacht, ansonsten kann man sich um 15:45 Uhr bei der Assistenzärztin/dem Assistenzarzt abmelden.

Allgemeiner Ablauf im Kreißsaal:
Der Kreißsaal bietet viele Möglichkeiten, einen guten Einblick in die Geburtshilfe zu bekommen. Die Hebammen sind freundlich und offen. Wenn man bei einer vaginalen Geburt dabei sein möchte, kann man sie einfach ansprechen. Man stellt sich anschließend bei der Patientin vor und begleitet die Geburt.
Weitere Möglichkeiten im Kreißsaal:
Teilnahme an Sectios (meist als 2. Assistenz, selten 1. Assistenz je nach Personeller Situation), Visiten auf der geburtshilflichen Station (0.3), Mitarbeit in der Geburtsambulanz, Geburtsanmeldungen, Fetometrien (Vorschall und danach wird nochmal von den Assis nachgeschallt), gynäkologische Untersuchungen, Patientinnen aufnehmen und voruntersuchen. Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass PJler theoretisch noch stärker eingebunden werden könnten, beispielsweise durch das eigenständige Betreuen eines Zimmers auf Station 0.3. Ich denke, dass man dadurch nochmehr lernen könnte und durch die Verantwortung ein besseres Gefühl für die Patientinnen und für die Krankheitsbilder erhält. Bei den Visiten auf Station 0.3 würde ich empfehlen sich vorab die Basics zu den wichtigsten geburtshilflichen Krankheitsbildern anzuschauen, da die Oberärztinnen einen gerne mal abfragen. Es ist jetzt kein Weltuntergang, wenn man etwas nicht weiß, aber super angenehm ist es auch nicht.

Poliklinik
Auch in der gynäkologischen Poliklinik kann man jederzeit mitlaufen. Die MFAs sind sehr freundlich und hilfsbereit.
Es finden verschiedene Spezialsprechstunden statt, z. B.:
Vulvasprechstunde (sehr empfehlenswert), Onkologische Sprechstunde, Mammadiagnostik, Kinderwunschsprechstunde, Endometriosesprechstunde, FGM Sprechstunde.
Dadurch bekommt man einen sehr guten Überblick über die gesamte gynäkologische Bandbreite.

Dienste
Es besteht jederzeit die Möglichkeit, Dienste mitzumachen, was sehr empfehlenswert ist. Vorteile der Dienste: viel 1-zu-1-Teaching, man sieht viele interessante Fälle, häufig mehr praktische Mitarbeit möglich, weil die Ärzte einfach mehr Zeit haben.
Meist wird man gegen Mitternacht nach Hause geschickt und erhält dafür am nächsten Tag frei.

Fazit
Das PJ in der Gynäkologie und Geburtshilfe am UKGM Gießen kann ich insgesamt sehr empfehlen. Das Assistenzarztteam ist jung, engagiert und wirklich super nett. Auch die Oberärztinnen und der Chefarzt sind größtenteils freundlich und grundsätzlich sehr bemüht, gute Lehre anzubieten. Manchmal muss man sie als PJlerin vielleicht kurz daran erinnern, weil im Alltag einfach viel Stress herrscht – gerade weil alle Risikoschwangerschaften und komplexe Fälle aus der ganzen Region ans UKGM überwiesen werden.
Für das PJ ist das aber eigentlich ein großer Vorteil, weil man dadurch sehr viel sieht und erlebt. Man bekommt viele Möglichkeiten, praktische Fähigkeiten zu lernen, im OP zu assistieren und sowohl die Geburtshilfe als auch die gynäkologische Versorgung wirklich umfassend kennenzulernen.
Im Vergleich zu anderen Kliniken, von denen ich gehört habe, dass PJler dort eher wenig machen dürfen, wird man hier sehr gut eingebunden und darf auch selbstständig arbeiten.
Bewerbung
über das PJ Portal
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Nahtkurs
Fallbesprechung
Tätigkeiten
Poliklinik
Blut abnehmen
Notaufnahme
Eigene Patienten betreuen
Untersuchungen anmelden
Braunülen legen
Briefe schreiben
Mitoperieren
Patienten untersuchen
Patienten aufnehmen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
450

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
2
Betreuung
1
Freizeit
2
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.2